Der halbe Weg ist geschafft

Bergfest beim Starters Summit - elf Gruppen, jede Menge Gehinrschmalz und interessante Speaker prägten den zweiten Tag in der FHM Bielefeld. Eine Fragestellung beschäftigte die Gruppen: Was wollen unsere Kunden?

Ein neuer Tag kann nur mit belegten Brötchen und Kaffee perfekt starten. Und um einen draufzusetzen, gab es früh morgens einen Pitch mit David Sjunnesson. Der Schwede war per Videoanruf zugeschaltet und berichtete über seine Arbeit bei Ideo - einer Innovationsagentur aus den USA, die mit Design Thinking Produkte entwickelt - dazu zählen unter anderem die Computermäuse von Apple. David wollte unseren Gruppen die Inspiration geben, was sie in der Ideenphase zu beachten haben: “Im Rechercheprozess geht es nicht um Antworten, es geht um Inspiration. Man muss rausgehen und seiner Zielgruppe zuhören. Die Leute lieben das.”

Zielgruppenbefragung auf der Straße

Gesagt, getan: Die Gruppen verließen ihre mit Post-its vollgeklebten Räume und gingen in die Stadt, um potenzielle Zielgruppen für ihr Produkt zu befragen. “Wir möchten Kichererbsen als Fleischersatz etablieren. Dabei ist wichtig zu erfahren, ob es dafür einen Markt gibt”, erklärt Gruppenmitglied Robin Hawara. Während der Tour durch Bielefelds Innenstadt fand Robin die 70-jährige Eva von Hangwitz. “Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, ob ich zu viel Fleisch esse. Aber an sich klingt der Ansatz interessant, dass Kichererbsen diesen Konsum ersetzen können”, sagte sie.

Erfolg made in Bielefeld

“Mir geht’s gut. Arminia hat gewonnen und die Sonne scheint”, leitete Igor Simonow seine Präsentation ein. An sonnige Plätzchen weltweit bringt er die Kunden von seinem Reiseportal Urlaubspiraten, die Schnäppchen für den Traumziele anbietet. 2011 gründete er mit Freunden das Unternehmen, das jährlich etwa 360 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. “DIe Millionen kamen und kamen - gleichzeitig wurden die Torten im Büro größer", scherzte der Bad Oeynhausener. “Ich musste mich kneifen, als ich realisierte, dass wir in den App-Downloadcharts vor der Deutschen Bahn, Trivago und HRS auf Platz eins standen. Das war geil.” Der gebürtige Kasache gibt jungen Gründern folgenden Tipp mit: “Macht nur etwas, das euch Spaß macht. Euch muss klar sein, dass ihr 24/7 an der Sache arbeiten werdet.”

Starke Marken müssen gelebt werden

Telekom hat seinen Bimmel-Sound, BMW steht für Qualität und ein Ü-Ei hatte schon jeder von uns in der Hand. Starke Marken haben die Magie Kunden anzuziehen und zu binden. Andrea Aranador-Ferri hat Kampagnen für Kunden wie Unilever betreut und referierte beim Starters Summit über die Wichtigkeit von Marken. “Im Unternehmen muss die Marke gelebt werden - nur dann kann man sie gut nach außen kommunizieren. Erzählt den Kunden eine Geschichte und erklärt ihnen, warum das Produkt so gut ist”, betonte die Frau aus Singapur auf unserer Alm-Bühne.

Hör mal, wer da bastelt

Nach der Ideenfindung, die Lösung der Probleme des Produkts und der Zielgruppenfindung ging es an den Bau der Prototypen. Es wurde gebastelt, geklebt und wieder abgerissen, wenn die Idee doch grütze war.


Eduard Ebel